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erntereife Gartenkresse

Bild: Irina Fischer / stock.adobe.com

Gartenkresse

  1. Regional: Ja
  2. Saison in der Schweiz: ganzjährig

Gartenkresse, nicht zu verwechseln mit Brunnenkresse, wird meist nur als Kresse bezeichnet.

Schon in der Antike galt sie als Heilpflanze, die auch heute noch im Ruf steht, gegen zahlreiche Krankheiten zu helfen, darunter Krebs, Verdauungsbeschwerden, Atemwegserkrankungen und Diabetes. Als Kreuzblütler, zu denen alle Kohlarten und beispielsweise der Rettich sowie Raps gehören, enthält sie tatsächlich Senföle. Die Wirkung gegen Viren, Bakterien und Pilze einiger dieser Senföle (es gibt über 120) ist experimentell belegt. Andere waren im Tierversuch vorbeugend gegen Krebs. Nur handelt es sich bei den untersuchten Senfölen nicht um die der Gartenkresse. Ob sie so heilsam ist wie der deutlich besser erforschte Broccoli oder Rettich, lässt sich derzeit nicht sagen. Sie ist jedenfalls sehr vitamin- und mineralhaltig – besonders Vitamin C, Folsäure und Calcium. Doch wir essen sie lediglich in kleinen Mengen, weshalb sie für die Gesundheitsvorsorge eher unbedeutend bleibt. Auf entsprechende medizinische Studien müssen wir also noch lange warten. Sehr lange. Bis dahin bleiben all die Behauptungen über ihre Heilkraft schlichtweg das: unbewiesene Behauptungen.

Ihr grosser Vorteil ist allerdings, dass wir sie problemlos selber ziehen können. Sie wächst in Erde, auf Watte, Haushaltspapier, in jedem Substrat oder in Keimschalen. Dazu braucht sie nur etwas Wasser und Licht. Schon nach wenigen Tagen ist sie erntereif, da wir nicht die ausgewachsene Pflanze verwenden, sondern die Keimlinge.

Verzehrt wird Kresse roh, meist als oder im Salat sowie als Brotbelag. Wegen des eher scharfen Geschmacks eignet sie sich zum Würzen von Suppen, Saucen oder Kartoffelgerichten.

Zu kaufen gibt es sie hauptsächlich mit Saatbeet. Sie können also pflücken, was Sie gerade brauchen. Im Kühlschrank ist sie jedoch 3 bis 4 Tage haltbar.

In der Schweizer Nährwertdatenbank ist Gartenkresse nicht aufgeführt.

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