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Artischocke aufgeschnitten und ganz

Bild: denira / stock.adobe.com

Artischocke

  1. Regional: Nein
  2. Saison: ganzjährig, je nach Anbaugebiet

Viele kennen Artischocken nur als Pizzabelag und Antipasti (in Öl eingelegte Artischockenherzen oder -böden). Dabei hat das Gemüse mehr zu bieten. Versuchen Sie es einmal gedünstet, als für Brotaufstrich geeignete Paste, in Tomatensauce, im Risotto, im Salat oder gefüllte Artischockenböden.

Artischocken sind ein „Blütengemüse“; wir essen die Knospe vor der Blüte. Vor dem Zubereiten brechen Sie den Stiel ab und entfernen die Fasern vom Boden sowie die unteren harten Blätter. Abhängig von der Grösse beträgt die Garzeit 30 bis 45 Minuten. Etwas Zitronensaft im Kochwasser kann Verfärbungen zwar nicht verhindern, aber etwas abschwächen. Essbar sind Böden, Herzen und die unteren Teile der Blätter. Das ungeniessbare „Heu“ im Inneren müssen Sie mit einem Löffel auskratzen. Traditionell werden die Blätter in einen Dip getunkt (oft Mayonnaise) und der fleischige Teil mit den Zähnen abgezogen.

Sehr früh geerntete, kleine Artischockenknospen können ganz gegessen werden, sind bei uns jedoch nur selten erhältlich.

Die vielen Ballaststoffe der Artischocke regen die Verdauung an und sättigen gut bei wenig Kalorien. Obwohl das Gemüse seit langem im Ruf steht, gut für Leber und Galle zu sein, liessen sich diese und andere vermuteten positiven Eigenschaften auf die Gesundheit bisher nicht bestätigen. Cholesterinsenkende Wirkung ist nur im Tierversuch belegt.

Erwiesen ist allerdings, dass die überteuerten als Schlankmacher angepriesenen „Artischocken-Shots“ nur ein weiterer Trick sind, verzweifelten übergewichtigen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Bei uns stammen die meisten Artischocken in den Supermärkten aus Italien (Frühling) oder Frankreich (Sommer; besonders aus der Bretagne). Im Kühlschrank sind sie etwa 3 bis 4 Tage haltbar (in ein feuchtes Tuch gewickelt oder Klarsichtfolie).

In der Schweizer Nährwertdatenbank sind nur Konserven aufgeführt.

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