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rote Kirschen

Bild: Dionisvera / stock.adobe.com

Kirsche

  1. Regional: Ja
  2. Saison in der Schweiz: Juni bis Juli
  3. (Quelle: Schweizer Obstverband)

Kirschen werden eingeteilt in Süss- und Sauerkirschen („Weichseln“). Bei Letzteren sind nicht alle Sorten für Rohverzehr geeignet.

Sie gelten als äusserst gesund. Viele Artikel erwähnen Vitamin A, Folsäure und diverse Mineralien, vor allem aber Vitamin C. Ein Blick in die Nährwertdatenbank wirkt allerdings ernüchternd: Beispielsweise erreichen sie mit 6 mg noch nicht einmal die Hälfte des Vitamin C-Gehaltes von gedämpften Kartoffeln (13.9 mg).

Anders sieht es aus mit sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Vor allem Phonyphenole und Anthocyane, beides Farbstoffe, senken die Risiken für Krebs, Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wirken entzündungshemmend.

Besonders erwähnenswert ist die Sauerkirschen-Sorte „Montmorency“. Einer Studie der Universität Boston zufolge kann sie Arthritisanfälle vermindern. Bei Ratten senkte sie den Blutzucker, und sie enthält mehr Melatonin als andere Sauerkirschen. Dieses Hormon regelt unseren Wach-Schlaf-Rhythmus. In Kleinstudien zeigte sich entsprechend, dass der Saft der Kirschen Tiefe und Länge des Schlafs von Probanden verbesserte, auch bei älteren Personen, die an Schlaflosigkeit litten.

Zahlreiche Präparate aus oder mit Kirschenextrakt sind auf dem Markt. Für ihre Wirksamkeit konnten wir allerdings keine unabhängige und zuverlässige Quelle finden.

Ohnehin essen Sie Kirschen wie alle Früchte am besten roh. Häufig werden sie verwendet für Süssspeisen wie Kuchen, Torten, Konfitüren oder Kompott, seltener für Saucen oder Suppen. Die japanischen Küche nutzt sogar die Blätter des Kirschbaums.

Kirschen sind sehr empfindlich und im Kühlschrank nur ein bis zwei Tage haltbar. Sie lassen sich jedoch problemlos einfrieren (vorher entsteinen).

Kirsche in der Schweizer Nährwertdatenbank