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Drei Kakis

Bild: f9photos / stock.adobe.com

Kaki

  1. Regional: Tessin (dort nur in einzelnen Hofläden)

Die eigentliche Kaki ist nicht jedermanns Sache. Die Frucht enthält viel bittere Tannine, die während des Reifeprozesses abgebaut werden. Erst im vollreifen Zustand, matschig schlabbrig (schweizerdeutsch „gschluddrig“), ist sie zum Verzehr geeignet. Das Fruchtfleisch wird aus der ledrigen, ungeniessbaren Schale herausgelöffelt.

Die neueren Züchtungen Persimone (Rojo Brillante) und die Sharonfrucht können schon bei normaler Reife verwendet werden, wenn sie noch schnittfest sind.

In der Schweizer Landwirtschaft spielen Kakis keine Rolle. Im Tessin sind sie zwar weit verbreitet, gelangen aber nur lokal in den Handel. Seit kurzem sind sie in geringen Mengen getrocknet schweizweit verfügbar.

Nördlich der Alpen wachsen die Bäume an sich gut. Sie sind winterfest, vertragen Temperaturen bis zu Minus 15 Grad, sind aber derzeit nur als Zierbäume geeignet. Geschmacklich sind sie meist zu herb, können im Aroma nicht überzeugen.

Die Frucht gilt als sehr gesund, vor allem wegen ihres Gehaltes an Provitamin A, der mit 34 µg in Wirklichkeit nicht sonderlich hoch ist (Kopfsalat 94 µg, Aprikosen 167 µg, Karotten 790 µg). Angepriesen wird sie als guter Energiespender, weil sie viel Traubenzucker enthält (allerdings ebenso viel Fruchtzucker). Der Energiewert von 71 kcal, 76 im deutschen Bundelebensmittelschlüssel, ist für eine Frucht verhältnismässig hoch.

Gegessen werden sie hauptsächlich roh: einfach so, püriert im / als Dessert oder im Salat. Sie können sie auch für asiatische Gerichte und Konfitüre verwenden.

Bei Zimmertemperatur reifen sie nach. Vollreife Kakis lassen sich bestenfalls einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Im Handel sind wegen der besseren Lagerfähigkeit vor allem Persimone und Sharon verbreitet.

Kaki in der Schweizer Nährwertdatenbank

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