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Bild: atoss / stock.adobe.com

Feige

  1. Regional: kaum
  2. Saison in der Schweiz: Mitte Juli bis Mitte Oktober
  3. (Quelle: kirchweg-greppen.ch, Agrarbetrieb mit Feigenanbau)

Feigen gedeihen auch in Mitteleuropa, sind hier aber hauptsächlich in privaten Gärten zu finden (meist an geschützten Standorten wie als Spalier an der Hauswand). Sie vertragen je nach Sorte sogar Kälte bis -15 Grad. Sie überstehen selbst Trockenheit, doch gute Bewässerung steigert den Ertrag. Als Kübelpflanzen sind sie ebenfalls beliebt. Im Laden stammen sie jedoch aus der Mittelmeerregion oder Brasilien. Grösster Feigenexporteur ist die Türkei.

Das Angebot ist eher mager, weil Feigen rasch verderben. Sie vertragen weder Druck noch allzu hohe Temperaturen. Deshalb sollten Sie sie im Kühlschrank, wo sie einige Tage haltbar sind, nie übereinander lagern, idealerweise mit einem Tuch abgedeckt. Grosse Teile der Ernte werden jeweils in den Herkunftsländern verbraucht oder gelangen hier getrocknet in den Handel.

Hauptsächlich essen wir die würzig-süssen Früchte einfach so. Frisch werden sie ausgelöffelt (die Samen sind geniessbar). Dünnhäutige Sorten lassen sich mit Schale verzehren. Weitere Möglichkeiten sind Süssspeisen, Kompott, Konfitüre, Salate, Chutneys. In Hauptgerichten oder als Beilage können Sie roh oder gekocht verwendet werden (häufig gebacken). Bekannt ist natürlich der Feigensenf.

Im kantonalen Labor fallen Trockenfeigen öfters negativ auf wegen Milbenbefall (lebend und tot), deren Eiern oder Rückstände von Mykotoxinen (Gifte gegen Schimmelpilzbefall). Insektizide sind ebenfalls teilweise ein Problem (betroffen sind ab und zu sogar zertifizierte Bio-Produkte, z. B. aus der Türkei).

Feigen gelten als abführend. Präparate mit Feigenextrakt sind als Sirup oder Tabletten erhältlich.

Feige in der Schweizer Nährwertdatenbank

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