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Grapefruit ganz, halb und geviertelt

Bild: Viktar Malyshchyts / stock.adobe.com

Grapefruit

  1. Regional: Nein

Grapefruits (auch „Paradiesäpfel“), vermutlich eine Kreuzung aus Pampelmuse und Orange, schmecken leicht bitter, weshalb sie nicht so beliebt sind wie sonstige Südfrüchte („Pampelmuse“ wird zwar oft synonym für „Grapefruit“ verwendet, aber es ist nicht dasselbe). Etwas süsser und milder sind rosa Sorten.

Wir verzehren sie hauptsächlich roh oder trinken den Saft. Möglich ist ebenfalls die Verwendung in Salaten und Desserts, seltener gebacken in Kuchen oder Torten.

2015 gerieten Zitrusfrüchte in die Schlagzeilen: „Hautkrebs durch Orangensaft“ hiess (und heisst) es beispielsweise. Dahinter steht eine Studie der Brown University (Wu S, et al, 2015). Ausgewertet wurden Daten aus der „Nurses‘ Health Study“ (1984 bis 2010) und „Health Professionals Follow-Up Study“ (1986 bis 2010), insgesamt 63’810 Frauen und 41’622 Männer. Die Forscher konnten einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Zitrusfrüchten und der Entstehung von bösartigen Melanomen belegen (total 1840 Fälle). Wer mehr als ein Glas Orangensaft täglich zu sich genommen hatte, wies ein um 25 % höheres Risiko auf, daran zu erkranken. Mit mindestens einer halben Grapefruit wöchentlich erhöhte es sich gar auf 41 %. Dafür verantwortlich sein sollen Psoralene, welche die Anfälligkeit der Haut auf UV-Strahlung erhöhen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie auf die Früchte verzichten müssen (die selbst natürlich keinen Hautkrebs verursachen). Die Autoren betonen sogar, dass Zitrusfrüchte wichtig seien für die Erhaltung unserer Gesundheit. Nach dem Verzehr Psoralen-haltiger Produkte solle man sich nur „vorsichtig“ Sonnenstrahlen aussetzen. Wer sich also an die üblichen Empfehlungen zum Sonnenschutz hält, hat nichts zu befürchten (Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, vor allem mittags die Sonne meiden). Zudem seien zusätzliche Studien nötig (seltsam war unter anderem, dass ganze Orangen und Grapefruitsaft das Risiko nicht steigerten).

Bedeutender ist eine mögliche Wechselwirkung zwischen Medikamenten wie Cholesterinsenkern, Schlafmitteln, Antieleptika, Antiallergika, Herzmedikamenten und Potenzpillen. Grapefruits können die Wirkung verstärken beziehungsweise den Abbau verlangsamen. Deswegen gab es schon Todesfälle.

Abgesehen davon sind Grapefruits, nicht nur wegen des Vitamin C-Gehaltes, sehr gesund. In einer Studie aus 2012 zeigten Wissenschaftler der Norwich Medical School beispielsweise auf, dass die Flavonoide der Zitrusfrüchte das Risiko für einen Hirnschlag um 20 % senken können. Weitere Untersuchungen sehen positive Auswirkungen auf Diabetes, Magengeschwüre oder Brustkrebs. Dass Grapefruits hingegen die Fettverbrennung erhöhen, ist nicht bewiesen.

Wie bei allen Zitrusfrüchten gilt auch hier: Aus konventionellem Anbau sind sie vermutlich gewachst und damit möglicherweise nicht vegan. Die Schale sollten Sie nur dann verwenden, wenn es sich um ein Bio-Produkt handelt.

Beim Kauf sollen sie fest sein, auf Druck jedoch leicht nachgeben. Bei Zimmertemperatur halten sie sich bis zu zwei Wochen, bei 10 bis 15 Grad sogar bis zu zwei Monate (bei trockener Lagerung).

Grapefruit in der Schweizer Nährwertdatenbank

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